Wir zielen darauf, das Haiku als geistige Haltung am hellsten und auch am tiefsten zu machen.
Weil Haiku sehr kurz sind, gibt es keinen Platz für eine Erklärung oder für Lyrisches. Deshalb kann man sich dem Wesen des Dinges an sich besser nähern.
Karlheinz Walzock ist Leiter des Frankfurter Haiku-Kreises, und übersetzte die deutsche Haiku-Gedichte des Deutsch-Japanischen "Haiku" Dichter-Treffens 1990 ins Japanische.
Dieses schöne Haiku wurde in Japan gemacht, wo er früher Dozent für Deutsch an der Ehime-Universität war. In diesem Vers bezieht sich "meines Heimatlandes"natürlich auf Deutschland.(Nobuyuki Takahashi)
Das Haiku einer kurzen Sommerreise. Auf einer Reise tritt die Verfasserin in den Kreuzgang eines Tempels: Hier erholt sie sich von der Hitze des Sommers und auch vom Lärm des Alltags. "Kühl" und "Stille" sind in ihr zusammen. Daraus können wir den poetischen Inhalt des Haikus oder die geistige Haltung der Verfasserin ablesen. Schön ist auch der Kontrast von "Schritt"und "Stille" Er läßt den Klang der Schritte in der Stille noch mehr auffallen.Dieses schöne Haiku steht im HAIKU INTERNATIONAL Nr.1, dem Organblatt der Gesellschaft für internationalen Haiku-Austausch in Tokyo, die am 5. Oktober 1990 im Schloß Bad Homburg zusammen mit der Deutschen Haiku-Gesellschaft ein Deutsch-Japanisches "Haiku" Dichter-Treffen veranstaltete. (Nobuyuki Takahashi)
Das "grüne" Stroh ist noch jung und geschmeidig: sowohl das Gemüse als auch das Stroh stammen aus der diesjährigen Ernte. Hier wird vom Standpunkt des zuendegehenden Jahres zurückgeschaut auf die Arbeit des vergangenen Jahres und auf die Ernte, und es wird gleichzeitig nach vorn geschaut auf das bevorstehende Neujahrsfest : nicht nur in der Landwirtschaft, sondern auch im Handel oder in der Industrie kann man nach einem arbeitsreichen Jahr auf die Früchte seiner Arbeit schauen und sich auf einige Tage der Ruhe und der Erholung freuen. Diese Stimmung soll durch dieses Haiku wiedergegeben werden. (Karlheinz Walzock)
Dieses Haiku beschreibt auch ein Ding, eine Teetasse. Die Teetasse steht wahrscheinlich auf demTisch. Sie öffnet natürlich nie wirklich
bewußt wie Menschen ihren Mund nach dem Licht, das vielleicht von der Decke hängt, sondern das Licht und die Tasse sind nur zufällig im
Zimmer. Es handelt sich darum, wie der Dichter die Beziehung zwischen den beiden begreift und ausdrückt. Hier geht es nicht um das
Das Haiku heute und seine Kriterien (Nobuyuki Takahashi)